© ATELIER CCE 2015
CHRISTINE A EICHINGER
CHRISTIAN EICHINGER
CHRISTINE A EICHINGER
Christine A Eichinger Keramik Schon seit ihrer Studienzeit beschäftigt sich Christine A Eichinger mit Keramik und Bildhauerei. Nach einer experimentellen Phase mit Raku und Rauchbrand arbeitet sie vorzugsweise mit hoch brennenden Steinzeugtonen, Porzellan und Paperclay. Der Mensch, sein Leben, Lieben und Streben, seine Erfolge und sein Scheitern. Das sind die Themen ihrer Skulpturen. Auch Worte, Schriftzeichen und Sprichwörter finden sich auf und in ihren Arbeiten wieder. In viele ihrer Skulpturen und Objekte zeichnet, ritzt oder schreibt sie - nach deren Fertigstellung oft gar nicht mehr sichtbar oder nur fragmentarisch vorhanden - Symbole, Gedanken und Aphorismen. Manche ihrer Objekte sind hauchdünn, fast scheinen sie durchsichtig zu sein. Ihre scheinbare Zerbrechlichkeit ist beabsichtigt, Risse, Ecken und Kanten sind erwünscht und symbolisieren so das Leben und dessen Vergänglichkeit. Als zusätzliche keramische Ausdrucksmöglichkeit hat sie verschiedene Drucktechniken - und hier vor allem den Siebdruck - für sich entdeckt, dessen technische Möglichkeiten sie auf der noch ungebrannten Keramik laufend weiter entwickelt und mit Fotografien und grafischen Elementen kombiniert. Bildhauerei Parallel dazu nimmt die Bildhauerei in ihrer Arbeitsdichte einen immer größeren Stellenwert ein. Auch hier drehen sich die Themen hauptsächlich um den Menschen, sein Dasein, Tun und Lassen. Der weibliche und der männliche Körper. Realität oder Traumbild. Geisteshaltung. Liebe. Lebenserfahrung. Humor. Dies alles in Körperhaltung und Mimik auszudrücken ist Vorgabe und Ziel ihres künstlerischen Schaffensprozesses. Die aktive Arbeit an ihren Plastiken erlebt sie wie ein langsam voranschreitendes Ritual, dem zahlreiche Natur- und Körperstudien vorangehen und sich nach und nach zum Ganzen entwickeln. Denn mit dem intensiven, kreativen und sehr genussvollen Modelliervorgang ist die Arbeit noch lange nicht erledigt. Ihm folgt das aufwendige Ab- und Ausformen der Figur in Gips, das Ausgießen der Gipsform mit Beton oder Kunststein und schließlich das vorsichtige Abschlagen der Gipshaut von der ihr innenliegenden Figur. Dies muss sehr vorsichtig vor sich gehen, um das Original auf dessen exponierten, dünnwandigen Stellen nicht zu verletzen. Nur ganz langsam kommt so die Figur mit jedem neuen, zarten Schlag und jedem weggebrochenen Scherben Gips schließlich Stück für Stück ans Licht…